Die Künstler am Classic Openair

Lernen Sie hier die Interpreten des Classic Openairs 2020 kennen.

Musikkollegium Winterthur
Musikkollegium Winterthur

Das Musikkollegium Winterthur wurde 1629 gegründet und ist seit 1875 – damals noch unter dem Namen Stadtorchester Winterthur – ein professionelles Sinfonieorchester. Mit seinen rund 50 Musikerinnen und Musikern gehört es heute zu den führenden Sinfonieorchestern der Schweiz. Es spielt pro Saison gut 40 Konzertprogramme im Stadthaus Winterthur, wobei zahlreiche Kammermusikveranstaltungen hinzukommen. Im Opern- und Ballettfach pflegt das Musikkollegium Winterthur eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Theater Winterthur sowie mit dem Opernhaus Zürich.

Klassik und Romantik sind die Fixpunkte im breiten Repertoire, das sich vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik erstreckt. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten Dirigenten wie Hermann Scherchen oder Joseph Keilberth das Orchester massgeblich. Namhafte Chefdirigenten wie Franz Welser-Möst oder Heinrich Schiff führten diese Tradition fort. Seit September 2016 ist Thomas Zehetmair Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur. Berühmte Solisten und Dirigenten wie Kit Armstrong, Isabelle Faust, Sol Gabetta, Reinhard Goebel, Teo Gheorghiu, Heinz Holliger, Andreas Ottensamer, Michael Sanderling, Fazil Say, Sir András Schiff, Maurice Steger und Christian Tetzlaff sind regelmässig beim Musikkollegium Winterthur zu Gast.

Thomas Zehetmair
Thomas Zehetmair

Thomas Zehetmair gilt als einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit und ist seit vielen Jahren als Dirigent, Geiger und mit seinem eigenen Streichquartett auf den internationalen Konzertpodien und in den Studios präsent. Seit der Saison 2016/17 ist er Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur. Die Einspielung von Anton Bruckners 3. Symphonie zeugt von dieser fruchtbaren Zusammenarbeit. Davor war Thomas Zehetmair Chefdirigent des Orchestre de chambre de Paris und Artistic Partner des Saint Paul Chamber Orchestra, USA.

Von 2002 bis 2014 wirkte er als Music Director der Royal Northern Sinfonia und prägte sie zu einem der führenden Orchester Englands, dokumentiert durch Einspielungen von Sinfonien von Schubert, Schumann, Sibelius, Hans Gál und neu entdeckten Werken von Britten. Als «Conductor laureate» ist er dem Orchester weiterhin verbunden. Ehrendoktorwürden empfing er von den Universitäten in Newcastle und Weimar. In den kommenden Spielzeiten finden Gastdirigate mit dem Helsinki Philharmonic, Seattle Symphony Orchestra, Svetlanov Symphony Orchestra, Moskau, und São Paulo Symphony Orchestra statt. Ab September 2019 ist Thomas Zehetmair Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters.

Roberto González Monjas
Cédric Tiberghien

Der Violinist und Dirigent Roberto González Monjas steht seit der Saison 2013/14 dem Musikkollegium Winterthur als Erster Konzertmeister vor. Daneben ist er als Professor im Fach Violine an der Guildhall School of Music & Drama in London und als Joint Artistic Director der Iberacademy im kolumbianischen Medellín tätig. Seit Beginn der Saison 2019/20 ist er Chefdirigent und künstlerischer Berater der Dala Sinfonietta in Schweden. Als Kammermusiker ist Roberto González Monjas Primarius des Winterthurer Streichquartetts. Er spielt regelmässig mit Künstlern wie Kit Armstrong, Janine Jansen, Andreas Ottensamer, Nicolas Altstaedt und Fazil Say zusammen und blickt auf bereichernde musikalische Kontakte mit John Corigliano, Leonidas Kavakos, Rainer Schmidt, Ana Chumachenco, Gábor Takács-Nagy, Reinhard Goebel, Sir András Schiff und Ferenc Rados zurück.

Andreas Ottensamer
Nelson Freire

Der Klarinettist Andreas Ottensamer erhielt mit vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht und begann anschliessend ein Cellostudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2003 wechselte er zur Klarinette. 2005 gründete er mit seinem Vater Ernst und Bruder Daniel, dem Solo-Klarinettisten der Wiener Philharmoniker, das Klarinettentrio «The Clarinotts». Erste Orchestererfahrungen erwarb sich Andreas Ottensamer im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern und als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Von Juli 2010 bis Februar 2011 gehörte er dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin als Solo-Klarinettist an. Seit März 2011 ist er Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker. Als gefeierter Starsolist und stilsicherer Kammermusiker tritt Andreas Ottensamer mittlerweile in aller Welt auf. In der Saison 2015/16 war er Artist in Resonance beim Musikkollegium Winterthur.

Oratorienchor Winterthur
Klavierduo Soós Haag

Gegründet 1874 als Gemischter Chor Winterthur ist der Oratorienchor Winterthur ein wichtiger Teil des traditionellen Winterthurer Musiklebens. Besonders verbunden ist der Chor mit dem Musikkollegium Winterthur, das ihn regelmässig in seine Konzertprogramme einbezieht. Der Oratorienchor Winterthur besteht aus rund 90 Sängerinnen und Sängern. Seit 1986 steht der Oratorienchor Winterthur unter der Leitung von Beat Fritschi. Das gehobene Niveau des Chors ist den hohen Ansprüchen und der kontinuierlichen Stimmbildung durch den musikalischen Leiter zu verdanken. Er legt nicht nur grosses Gewicht auf eine möglichst stilgerechte Interpretation, sondern auch auf die stimmliche Betreuung seiner Sängerinnen und Sänger. Seine Stimmschulung ist ein wesentlicher Bestandteil der Chorarbeit. Pro Jahr finden in der Regel zwei Konzerte des Chors statt, wobei das Repertoire von den grossen Oratorien aus der Barockzeit bis zu Werken aus dem 20. Jahrhundert reicht.

Ana Maria Labin
Roberto González Monjas

Die Sopranistin Ana Maria Labin wuchs in der Schweiz auf, wo sie auch ihre Gesangsausbildung absolvierte. 2006 gewann sie den vom Stadttheater Bern und dem Menuhin Festival Gstaad ausgerichteten Concours Ernst Haefliger. In der Saison 2006/07 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Im Herbst 2008 erfolgte ihr Debüt an der Mailänder Scala. Im Mozartfach war sie als Gräfin, Donna Anna und Fiordiligi zu erleben sowie als Konstanze. Ihr Repertoire umfasst zudem Barockpartien von Purcell, Scarlatti und Händel und erstreckt sich von Glucks «Orfeo ed Euridice» und Bellinis «I Capuleti ed i Montecchi» bis zur zeitgenössischen Musik. Als vielgefragte Konzertsängerin gastierte sie u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, in der Kölner Philharmonie, am Haydn Festival in Eisenstadt sowie im Théâtre du Châtelet, und sie sang an der Bayerischen Staatsoper, an den Schwetzinger Festspielen, an der Semper Oper in Dresden sowie an der Opéra de Paris.

Kismara Pessatti
Kit Armstrong

Die Mezzosopranistin Kismara Pessatti stammt aus Brasilien, studierte zunächst Schauspiel und Gesang in ihrer Heimatstadt Curitiba, bevor sie ihre Stimme bei Norma Sharp und Julia Varady ausbilden liess. 2003 wurde sie in das Opernstudio, 2005 in das Ensemble des Opernhauses Zürich verpflichtet. Ein Höhepunkt ihrer Tätigkeit bildete die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Franz Welser-Möst, Nello Santi, Ingo Metzmacher, Adám Fischer, Vladimir Jurowski, Teodor Currentzis, Christoph von Dohnányi und Bernard Haitink. Kismara Pessatti verfügt über ein umfangreiches Repertoire, das von Monteverdi über Rossini und Wagner bis zur Neuen Musik reicht. Ihre Tätigkeit als Sängerin brachte sie auf die bedeutendsten Bühnen, wie das Teatro La Fenice in Venedig, ins Festspiel nach Baden-Baden sowie ins Berliner Konzerthaus, wo sie ein Blumenmädchen und die Stimme aus der Höhe in Richard Wagners «Parsifal» mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle sang.

Jörg Dürmüller
Maria Sournatcheva

Der aus Bern stammende Tenor Jörg Dürmüller studierte Violine und Gesang am Konservatorium Winterthur und setzte sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg fort. Nach Opernengagements in Bielefeld, am Staatstheater Braunschweig und an der Komischen Oper Berlin kam er an die Volksoper Wien. Ausserdem gastierte er an den Opernhäusern in Leipzig, Köln, Strassburg und Sevilla sowie am Teatro Real in Madrid und am Teatro Reggio in Turin.

Seinen hervorragenden Ruf als Konzertsänger erwarb sich Jörg Dürmüller insbesondere mit den Evangelisten-Partien in den Passionen Bachs. Er sang unter Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph Eschenbach, Christopher Hogwood, Helmuth Rilling, René Jacobs, Adam Fischer, Ton Koopman, Thomas Hengelbrock und Bruno Weil. 2017 wirkte er, zusammen mit dem Musikkollegium Winterthur, als Fischer in «Vom Fischer un syner Fru» von Othmar Schoeck mit – eine Aufführung, die auch als CD vorliegt.

Christof Fischesser
Aleksandr Shaikin

Der Bassist Christof Fischesser, geboren in Wiesbaden, studierte Gesang an der Musikhochschule in Frankfurt und wurde anschliessend Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. 2004 wechselte er an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, und von 2012 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Gastengagements führten ihn an die Opernhäuser in Wien, London, Paris, Lyon, Zürich und Stockholm sowie zu den Festspielen von Salzburg und Aix-en-Provence. Sein Repertoire umfasst zentrale Bass-Partien wie König Marke («Tristan und Isolde»), Gurnemanz («Parsifal»), Sarastro («Zauberflöte»), Rocco («Fidelio»), Banco («Macbeth»), Kaspar («Freischütz»), Mephistopheles («Faust»), Ochs von Lerchenau («Rosenkavalier») sowie die Titelpartie in «Le nozze di Figaro». Auch als Konzertsänger ist Christof Fischesser international gefragt. Er trat u.a. mit den Wiener Symphonikern, mit Daniel Barenboim und seinem West-Eastern Divan Orchestra sowie dem Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado beim Lucerne Festival auf.

Viviane Chassot
The Zurich Chamber Singers

Viviane Chassot wurde in Zürich geboren und ist heute als freischaffende Musikerin tätig. Sie trat als Solistin und Kammermusikerin weltweit in renommierten Konzerthäusern wie der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Guggenheim Museum New York, der Wigmore Hall London, dem Konzerthaus Wien oder der Zürcher Tonhalle auf. Sie arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, David Zinman, Riccardo Chailly und Heinz Holliger und war wiederholt Gast bei internationalen Festivals. Als vielseitige Musikerin überschreitet sie immer wieder stilistische Grenzen: Innovativ verbindet sie Klassik, Jazz, neue Musik und Improvisation. In den vergangenen Jahren spielte Viviane Chassot zahlreiche Uraufführungen und war Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises. 2015 wurde sie mit dem Swiss Ambassador’s Award London ausgezeichnet. Zudem hat sie als erste Akkordeonistin Klavierkonzerte von Joseph Haydn für das CD-Label Sony eingespielt.

Lapsus
Zürcher Sing-Akademie

Wer sich Lapsus nennt, kennt sich nicht nur im Fehler machen aus. Er hat auch keine Angst davor. Und so entsteht Humor. Christian Höhener und Peter Winkler lernten sich 1991 in der Dimitri-Schule in Verscio kennen. Ihre erste Nummer war eine Schwingerparodie. Später entstanden ihre Figuren Theo Hitzig (Winkler) und Bruno Gschwind (Höhener). Einen grossen Schub erhielt ihre Karriere im Jahre 2007, als Lapsus mit dem Circus Knie auf Tournee ging. Höhener und Winkler treten im Fernsehen auf, am Arosa Humorfestival und auf den Theaterbühnen der Schweiz. 2015 tourten sie mit ihrer 20-Jahre-Jubiläumsshow «Das Zelt» durch die Schweiz. Im Verlaufe der Jahre haben sie ihre eigene Form von Unternehmenskomik entwickelt. Im Frühjahr 2017 zeigte Lapsus bereits das siebte verflixte Abendprogramm. Christian Höhener stammt aus Thal SG und Peter Winkler aus Dietikon ZH. Beide leben nur einen Steinwurf voneinander entfernt in der schönen Agglomeration von Zürich. Das sagt viel, will aber nichts heissen.

Martin O.
Sunhae Im

Der Ostschweizer Martin O. wuchs in einer musikalischen Familie auf. Als Kind schon wurden sein Geigen- und Klavierspiel und sein musikalisches Interesse gefördert. Kurz nach Abschluss seiner Ausbildung zum Primarlehrer entschied er, das Musikschaffen zu seinem Beruf zu machen. Heute ist Martin O. Musiker, Komponist und Sänger, kurzum: ein musikalischer Artist. Er fasziniert sein Publikum mit Geschichten aus Musik, die er live auf der Bühne entstehen lässt. Er singt, erzählt und imitiert quer durch alle Genres und Sprachen. Seine Darbietungen sind virtuos, einzigartig und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Dabei ergreift er jede Gelegenheit, um spontan zu improvisieren und das Publikum mit seinem Humor zum Schmunzeln und Lachen zu bringen. Seit 2007 ist Martin O. auf den Bühnen quer durch die Lande unterwegs; 2007 entstand auch sein erstes Soloprogramm «Stimmentänzer». 2011 kam das «Cosmophon» dazu, und seit März 2016 gastiert er zudem mit einem dritten Bühnenprogramm «Der Mausiker».

Sibylle Baumann
Musikkollegium Winterthur

Die Zürcherin Sibylle Baumann war sich ihres Talents, Geschichten auf packende Weise zu erzählen, schon immer bewusst. Mit der Berufsbezeichnung Erzählerin ist sie allerdings nicht ganz glücklich. Eine Mischung aus Schauspielerin, Regisseurin und Bühnenbildnerin kommt dem, was sie tut, am nächsten: Drei Berufe in einem also.